Dienstag, 07.09.2010  
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Kiel, 18.7.2009

Markus Wieser gewinnt den HLL German Grand Prix und wird Deutscher Meister im Drachen

70 Teams aus 11 Nationen fanden sich zum diesjährigen HLL Grand Prix vor Kiel-Strande ein, der gleichzeitig als internationale Deutsche Meisterschaft ausgeschrieben war. Im Gegensatz zur Kieler Woche, bei der die Drachensegler erstklassigste Segelverhältnisse vorfanden, zeigte sich diesmal die Kieler Bucht von ihrer teilweise unberechenbaren Seite. Nicht unbedingte Aspiranten auf den Titel gewannen bei drehenden westlichen Winden die Rennen eins und zwei. Markus Wieser, der gerade noch rechtzeitig zum ersten Start vom RC44 Event am Gardasee anreiste, hatte einige Umstellungsschwierigkeiten von der schnellen RC 44 auf den trägen Drachen und segelte mit Platz 20 bereits im ersten Rennen einen Streicher. Wieser, seit dieser Saison mit zwei Ukrainern im Boot, kam jedoch immer besser in Schwung und konnte sich mit konstanten Top Ten Platzierungen Stück für Stück im Zwischenklassement nach oben kämpfen. Vor der letzten Wettfahrt führten Markus Wieser, Sergei Pugatchev und George Leontschuk mit einem Punkt Vorsprung vor dem zweiten Transbunker Team mit Olympiasieger Jevgenij Braslavets am Steuer. Nur wenige Punkte dahinter folgten der Däne Lars Hendricksen, Goldcupsieger aus dem Jahr 2007 sowie Jan Seekamp (Lübeck) auf vier und auf Position fünf Poul Richard Hoj Jensen (England). Die alles entscheidende sechste und letzte Wettfahrt wurde bei frischem Ostwind um 5 Beaufort angeschossen. Braslavets setzte nach dem Start voll auf die rechte Seite und kam im Mittelfeld an der ersten Luvtonne an. Der Drachen Neueinsteiger Jan Seekamp hatte bei diesen Bedingungen doch einige Speedprobleme und verabschiedete sich ebenfalls frühzeitig ums Titelrennen. Wieser rundete als siebter, Hendricksen als achter und Hoj Jensen als neunter die erste Wendemarke. Der direkte Gegner hieß nun Lars Hendricksen. Kontrolliert und ohne großes Risiko segelnd kreuzte Markus Wieser mit seinem Team als siebter und einen Platz hinter Hendricksen die Ziellinie. Im Endergebnis siegte Markus Wieser mit 5 Punkten Vorsprung vor Lars Hendricksen und wurde verdient Deutscher Meister im Drachen. Auf Platz drei folgte Evgenij Barslatvets, der bis ins Ziel noch einige Plätze gutmachen konnte. Bemerkenswert ist, dass die drei siegreichen Mannschaften unter ukrainischer Flagge für das Transbunker Team segeln. Bestes rein deutsches Team der Meisterschaft wurde Jan Seekamp auf Platz vier.

Ergebnisse: www.intdragon.org

 

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