Freitag, 10.09.2010  
sea dubai

Dubai, 5. Dezember 2009

Licht und Schatten beim RC 44 Gold Cup für "Team Sea Dubai"

Der diesjährige RC 44 Gold Cup, das Abschlussevent der Saison, fand Ende November in Dubai statt. Gut vorbereitet reiste Markus Wieser mit seinem Team an: Ein intensives Match Race Training in Berlin mit Robert Scheidt sowie ein guter dritter Platz beim anschließenden Berlin Match Race (www.berlin-match-race.de) hat dem Team genügend Selbstvertrauen an den persischen Golf mitgegeben. Leider herrschten dann zum Match Race Dubai ungewöhnliche Segelbedingungen. Die geplante Round Robin (jeder gegen jeden) konnte nicht durchgeführt werden.

Das Programm wurde gekürzt, jedes Team segelte nur vier Rennen und die extrem leichten und drehenden Winde machten diese zum Lotteriespiel. Mit nur einem Sieg und drei unglücklichen Niederlagen belegten Wieser und Co nur Platz acht. Das Match Race Ergebnis spiegelte nicht wirklich die Kräfteverhältnisse wider: Team Neuseelands Steuermann Dean Barker lag hinter Markus Wieser an neunter Stelle und Team Aqua, das führende Team in der Gesamtwertung, wurde sogar nur letzter. Dieser schlechten Plätze beraubten beiden Teams jegliche Change auf den Gesamtsieg in der Jahreswertung! Hier hat sich die RC44 Klassenvereinigung wenig Gedanken gemacht. Überhaupt wird das Match Race zu hoch bewertet, denn in den letzten drei Events musste aufgrund Windmangels das Programm stark verkürzt werden. Pünktlich zum Fleetrace herrschten aber wieder normale Wind- u Wetterverhältnisse mit Sonne, 30 Grad Lufttemperatur und einer auffrischenden Seebriese bis 14 Knoten. Am ersten Tag wurden vier kurze up and down Rennen gesegelt und mit den Plätzen 1,5,3,10 lag Markus Wiesers home Team auf einem guten dritten Platz. Der zweite Regattatag brachte wieder die Realität: Nach den Plätzen 6 und 9 folgte eine letzter Platz bei der DHL Langstrecke, die mit einer doppelter Punktewertung gerechnet wurde. Dies bedeutete 20 zusätzliche Punkte, und das in nur einem einzelnen Rennen! Am

Ende dieses zweiten Tages fand sich "Team Sea Dubai" auf dem achten Gesamtplatz wieder, mit geringen Chancen nach oben! Nach einer Krisensitzung riss sich Fleetrace Steuermann Jousef Lahej nochmals zusammen und konnte mit den Plätzen 3 und 5 und einemsouveränen Sieg im letzten Rennen doch noch zeigen, zu welcher Leistung das Team imstande sein könnte. Schlussendlich reichte es im Fleetrace zu Platz sieben. Markus Wieser, Taktiker im Fleetrace :" Wir sind immer noch nicht fähig, eine konstante Serie hinzulegen. Unsere Ausfälle sind einfach viel zu groß. Noch dazu, wenn wir die Langstrecke verhauen. Momentan fehlt mir die Lösung, wie wir uns seglerisch verbessern können! Wir haben ein super Team, unser Bootshandling ist sehr gut, wir sind schnell, machen gute Taktik, kommen aber selten frei aus dem Start raus! Einmal eingezwickt, sind bei den kurzen Kursen alle Wege versperrt und du kommst nicht mehr dahin, wo du eigentlich hin will. Agieren geht nicht mehr, es bleibt nur noch reagieren als Folge. Ein großes Manko ist die Unerfahrenheit unseres Fleetrace Steuermanns. Der Yousef braucht noch viele Segelstunden auf dem Wasser, um das Boot in den Griff zu bekommen. Nur die RC 44 Regatten zu steuern, ist bei weitem zu wenig. Die guten Fleetrace Steuerleute segeln, obwohl sie keine Profis sein dürfen, das ganze Jahr über, viele auch in anderen Klassen. Dies macht den Unterschied aus. Die Voraussetzungen, die Dubai bereitstellt, sind großartig, trotz der aktuellen Finanzkrise. Yousef muss sie nur annehmen".

Ergebnisse unter www.rc44.com

 

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