Dubai, 28. Februar 2010
Mit der Maktoum Trophy (21.-27.Februar) startete die RC44 Klasse vor Dubai in die diesjährige Segelsaison. Neun Mannschaften waren am Start, das "Heimteam" wie gewohnt mit Markus Wieser am Steuer.
Als nach dem dritten Wettkampftag der Sieg im Match Race feststand, war dem Siegerteam Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Mit sieben Siegen aus acht Rennen überzeugte Markus Wieser`s Team Sea Dubai und konnte unangefochten die hochkarätige Konkurrenz in die Schranken weisen. Mit zwei Siegen weniger auf dem Konto folgte auf Platzt zwei Team Neuseelands Taktiker Ray Davies, einen Platz dahinter auf drei folgte Terry Hutchinson vom neuen schwedischen "Artemis" Amerikas Cup Team.
Markus Wieser: "Wir wussten, dass wir mithalten können, aber bisschen überrascht waren wir schon von unserer Vorstellung! Bereits in der Saison 2008 hatten wir gute Ergebnisse und rückten nah an die Spitze ran. Wir mussten damals aber zwei Events aussetzten, da im Herbst 2008 unser Boot nach Dubai zurückgeschickt wurde. Die Vorgabe aus Dubai, einen einheimischen Steuermann fürs Fleetrace aufzubauen, gestaltete sich erwartet schwierig. Vergangenes Jahr hatten wir mehr dunkle Momente als Lichtblicke. Zusätzlich kamen neue Teams dazu, die den Level nach oben schraubten: Trainer, eigene Segeldesigner, größere Budgtes. Diesen Trend hatten wir während unserer Abwesenheit verschlafen. Als wir wieder zum Circuit im letzten Frühjahr dazustoßten, hatten wir den Anschluss verpasst. Nachdem das ersten Training im Januar in Dubai wieder schiefgelaufen ist, wurde Steuermann Jousef durch den Italiener Raimondo Tonelli ersetzt."
Gemäß der Klassenregel müssen im Fleetrace Amateure bzw die Eigner selber steuern, ganz im Gegensatz zum Match Race: hier dürfen die Fleetrace Taktiker und in der RC44 Klasse mit die besten Segler der Welt gegeneinander antreten.
Seit Anfang dieses Jahres ist auch Wieser langjähriger Segelpartner, der Bodenseer Eberhard Magg, zum Team hinzugestoßen ist.
Matti Paschen: "Mit Ebse haben wir einen sehr erfahren Mann dazubekommen, der für unser Team enorm wichtig ist. Bereits während des Trainings im Januar mit dem Siegerteam vom letzten Jahr haben wir gemerkt, dass wir nicht mehr weit von der Spitze entfernt sind."
Und der Schwung aus dem Match Race konnte auch ins Fleeetrace mit hinüber genommen werden. Raimondo Tonelli verkaufte sich am Ruder teuer und konnte ohne vorheriges Training bei schwierigsten Bedingungen (bis zu 25 Knoten Wind) die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen! Mit Platz fünf im Fleeetrace wurden hochgewettete Teams wie BMW Oracle mit dem amtierenden Match Race Weltmeister Minoprio oder das Team Katusha (Paul Cayard) auf hintere Plätze verwiesen.
In der Gesamtwertung (Match Race und Fleetrace) der Maktoum Trophy belegte das Team Sea Dubai einen sehr guten dritten Platz.
Die gesamte RC44 Flotte wird zurück nach Europa verschifft und vom Ankunftshafen Genua mit Trucks nach Österreich an Traunsee verfrachtet. Der Aufwand ist überschaubar, da ein Boot zusammengepackt nur das Ausmaß von einem 40 Fuß Container hat. Die Regatta am Traunsee findet Anfang Mai statt, danach geht es weiter im Juni nach Copenhagen . Ende Juli findet das vierte Jahresevent vor Valencia statt. Anfang Oktober zieht der Tross auf die Kanaren, vor Lanzarote findet die erste RC44 Weltmeisterschaft statt. Zum Jahreswechsel steht dann Miami an.
Ergebnisse unter www.rc44.com